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Laura-Lena Förster (stern): Trust statt Traffic, Editorial Voices & Medienmarken als Lovebrands

narrative now by getpress

Wenn Menschen nicht mehr zwischen KI-generiert und menschengemacht unterscheiden können – wem vertrauen sie dann noch?

In dieser narrative now Episode spricht Host Max mit Laura-Lena Förster, stellvertretende Chefredakteurin beim stern. Seit 2014 begleitet sie eine der ikonischsten Medienmarken Deutschlands durch die digitale Transformation – heute verantwortet sie unter anderem Social Media, Video Distribution und Editorial Voices. Gemeinsam sprechen Max und Laura darüber, wie der stern seinen Markenkern bewahrt, während sich die Orte verändern, an denen Menschen Journalismus konsumieren: von Print und App über Instagram und TikTok bis hin zu einer Zukunft, in der ChatGPT, Google AI Overviews und andere KI-Systeme immer stärker mitentscheiden, welche Inhalte sichtbar werden.

Im Zentrum steht die Frage, warum Trust wichtiger wird als Traffic. Laura erklärt, warum der stern Reichweite nicht um jeden Preis jagt, weshalb qualitative Follower*innen wertvoller sind als reine Zahlen und warum Medienmarken heute mehr sein müssen als reine Informationsanbieter. Es geht um Orchestrierung statt „Print first“ oder „Online first“, um Social Video, Paid Content, Plattformlogik und die Frage, wie eine große Traditionsmarke digital wächst, ohne sich selbst zu verwässern.

Gleichzeitig zeigt die Folge, warum Nähe zur neuen Vertrauensstrategie wird. Redaktionen müssen heute sichtbarer machen, wer hinter ihren Inhalten steht, wie Geschichten entstehen und warum journalistische Arbeit ihren Preis hat. Editorial Voices, Behind-the-Scenes-Formate und transparente Fehlerkultur werden damit nicht nur zu redaktionellen Tools, sondern zu echten Markenhebeln. Denn wenn Feeds immer voller, Informationen immer schwerer einzuordnen und KI-generierte Inhalte immer besser werden, braucht es Marken, die Menschen Orientierung geben.

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auf:

In a nutshell

  • Trust statt Traffic Laura erklärt, warum der stern Reichweite nicht um jeden Preis priorisiert. Statt kurzfristig auf reißerische Klicks zu setzen, geht es um qualitative Follower*innen, echte Interaktion und langfristige Bindung. Die zentrale These: Medienmarken gewinnen nicht, wenn sie immer lauter werden, sondern wenn Menschen ihnen vertrauen.
  • Stern bleibt stern Der stern ist eine Marke mit politischer Relevanz, emotionalem Erzählen, Nähe und einer großen thematischen Bandbreite. Laura zeigt, warum dieser Markenkern auch in der digitalen Transformation nicht aufgegeben wird – selbst wenn Social Feeds, Algorithmen und neue Plattformen andere Logiken mitbringen.
  • Orchestrierung statt „Print first“ oder „Online first“ Beim stern gibt es nicht mehr den einen führenden Kanal. Jedes große Thema wird kanalübergreifend gedacht: als Artikel, Video, Social Post, App-Inhalt oder Live-Format. Entscheidend ist nicht, wo eine Geschichte zuerst erscheint, sondern wie sie auf jedem Kanal bestmöglich wirkt.
  • Editorial Voices als Vertrauensstrategie Laura spricht darüber, warum Journalist*innen sichtbarer werden müssen: Wer recherchiert eine Geschichte? Warum wurde sie erzählt? Wie arbeitet die Redaktion? Nähe, Menschlichkeit und Transparenz werden im KI-Zeitalter zu zentralen Faktoren für Glaubwürdigkeit.
  • Social Video ohne Markenverwässerung TikTok, Instagram und YouTube sind für den stern keine reinen Ausspielkanäle, sondern Orte, an denen Journalismus neu übersetzt werden muss. Laura erklärt, warum Social Video eigene Dramaturgien, Hooks und Formate braucht, ohne dabei dem schnellen Klick hinterherzulaufen.
  • KI ins Backend, Mensch ins Frontend KI kann Recherche, Schnitt, Strukturierung und redaktionelle Prozesse effizienter machen. Aber Laura macht klar: Der stern setzt KI als Tool ein, nicht als Ersatz für journalistische Haltung. Im Frontend braucht es weiterhin Menschen, Verantwortung und transparente Einordnung.
  • Medienmarken als Lovebrands Die New York Times, die ZEIT, der stern und andere starke Medienmarken zeigen: Journalismus wird dort zukunftsfähig, wo er mehr ist als eine Nachrichtenseite. Es geht um Bindung, Community, Events, Formate und eine Lebenswelt, in der Menschen gerne zurückkommen, weil sie sich orientiert, ernst genommen und gut informiert fühlen.

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Diese Episode ist für Kommunikationsprofis, Brand-Verantwortliche, Journalist*innen, Medienmacher*innen und Entscheider*innen, die …

  1. verstehen wollen, warum Vertrauen für Marken, Medien und Unternehmen zur wichtigsten Währung im KI-Zeitalter wird.
  2. wissen möchten, wie eine Traditionsmarke wie der stern Social Media, Video, Paid Content und Plattformlogik nutzt, ohne ihren Markenkern zu verlieren.
  3. sich fragen, wie man Reichweite aufbaut, ohne nur dem Algorithmus hinterherzulaufen.
  4. lernen wollen, warum Nähe, Transparenz und sichtbare Menschen hinter einer Marke immer wichtiger werden.
  5. besser verstehen möchten, wie Redaktionen heute Inhalte orchestrieren – über Website, App, Print, Instagram, TikTok, YouTube und Live-Formate hinweg.
  6. sich mit der Frage beschäftigen, wie KI Kommunikation, Journalismus und Sichtbarkeit verändert und wo weiterhin menschliche Verantwortung unverzichtbar bleibt.
  7. Marken nicht nur als Absender, sondern als Ankerpunkte denken wollen: für Orientierung, Bindung und Vertrauen in einer immer unübersichtlicheren Informationswelt.

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