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Laura Lewandowski: AI Leadership, Storytelling als Schlüsselkompetenz & Deutschlands Blick auf KI

narrative now by getpress

Wie schaut Deutschland 2026 wirklich auf KI? Zwischen Weltuntergangs-Schlagzeilen, Regulierungsdebatten und „Europa verpasst den Anschluss“ liegt ziemlich viel Grauzone. Medien, Politik, Unternehmen und Nutzer*innen erzählen sehr unterschiedliche Geschichten über KI – und genau das prägt, ob Menschen neugierig werden oder innerlich direkt zumachen.

In dieser Folge von narrative now spricht Host Max mit Laura Lewandowski – Ex-Journalistin, Gründerin von Smart Chiefs und AI Americano und eine der sichtbarsten Stimmen zur KI-Debatte im DACH-Raum. Gemeinsam ordnen sie den Status quo der KI-Narrative in Deutschland ein: Warum wirkt die mediale Erzählung hier oft angstgetriebener als in den USA? Welche politischen Frames dominieren? Und warum bildet das, was in Schlagzeilen passiert, oft nicht das ab, was Laura in Gesprächen mit Mittelständlerinnen, Gründerinnen und Führungskräften erlebt?

Besonders spannend für Comms-Leads, CMOs und Leadership-Teams: Wie wird KI intern erzählt? Laura unterscheidet zwischen Startups und Scaleups, die deutlich offensiver mit dem Thema umgehen und einem Mittelstand, der riesiges Potenzial hat, aber oft noch mit falschen Erwartungen, Unsicherheit oder fehlendem Narrativ kämpft. Es geht um Medienkompetenz, interne Communities, geschützte Lernräume und die Frage, warum ein CEO nicht einfach sagen kann „Lernt mal KI“, sondern eine echte Story braucht, damit Menschen mitgehen.

Also: Lauras Mission, Deutschland AI-ready zu machen – mit mehr Mündigkeit, Kompetenz und Neugier. Sie erklärt, warum Storytelling im KI-Zeitalter keine nette Kommunikationsdisziplin mehr ist, sondern Führungsarbeit. Und warum die besten Narrative nicht aus dem Tool kommen, sondern aus echten Gesprächen, klaren Ritualen und einem besseren Verständnis dafür, wie Menschen Wandel wirklich annehmen.

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In a nutshell

  • Deutschlands KI-Diskurs ist schiefer, als viele denken Laura beschreibt die öffentliche Debatte in Deutschland als deutlich problemorientierter als in den USA. Während dort viel stärker chancengetrieben über KI gesprochen wird, dominieren hier oft Sorgen, Risiken und Handbremse-Narrative.
  • Schlagzeilen und Realität klaffen oft auseinander Was mensch in Medien liest, passt nicht immer zu dem, was Laura in Gesprächen mit Unternehmen wahrnimmt. Gerade viele Mittelständler*innen, Inhaber*innen und Führungskräfte im DACH-Raum nähern sich KI eher neugierig und lösungsorientiert.
  • Storytelling ist im KI-Zeitalter Führungsaufgabe Wer intern nur „Lernt mal KI“ ausruft, wird wenig bewegen. Laura erklärt, warum Unternehmen ein klares Narrativ brauchen, damit aus Unsicherheit Orientierung wird – und aus Einzelinitiativen echte Bewegung.
  • Mittelstand ist nicht abgehängt – aber kommunikativ oft unterversorgt Deutschland hat laut Laura und Max enormes Potenzial: Ingenieurskunst, Patente, Forschung, Hidden Champions. Das Problem ist weniger das Können als die Frage, wie KI intern und extern verständlich, motivierend und anschlussfähig erzählt wird.
  • AI Leadership braucht Rituale, nicht Einmal-Workshops Ein KI-Workshop pro Quartal macht noch keine AI-ready Company. Laura plädiert für regelmäßige Wissensformate, geschützte Räume und interne Communities, in denen Mitarbeitende voneinander lernen und gemeinsam ein neues Selbstverständnis entwickeln.
  • Menschen bleiben für starke Narrative unersetzlich KI kann recherchieren, strukturieren und beschleunigen. Aber die Geschichten, die eine Marke, ein Unternehmen oder ein Team wirklich besonders machen, entstehen weiterhin in menschlichen Gesprächen – nicht im Prompt allein.
  • AI-ready heißt nicht techverliebt, sondern mündig Laura will Deutschland nicht mit blindem Optimismus AI-ready machen, sondern mit mehr Medienkompetenz, Neugier und Eigenverantwortung. Genau darin liegt für sie der Unterschied zwischen Hype und echter Zukunftsfähigkeit.

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Diese Episode ist für CMOs, Kommunikationsprofis, Führungskräfte, Brand-Verantwortliche und Entscheider*innen, die …

  1. den KI-Diskurs in Deutschland nicht nur beobachten, sondern verstehen wollen, weil sie Narrative in ihren Unternehmen, Marken und Teams aktiv mitprägen.
  2. vor der Aufgabe stehen, KI intern so einzuordnen, dass aus Unsicherheit Orientierung wird — und aus Tool-Hype ein anschlussfähiges Zukunftsthema.
  3. in komplexen Organisationen Verantwortung tragen und wissen, dass gute KI-Kommunikation nicht bei Use Cases aufhört, sondern bei Führung, Haltung und kultureller Übersetzung beginnt.
  4. zwischen Vorstand, Fachbereichen, Kommunikation und Mitarbeitenden vermitteln müssen — und dafür ein Narrativ brauchen, das strategisch trägt, statt nur kurzfristig zu motivieren.
  5. KI nicht als reines Innovationsthema sehen, sondern als Reputations-, Führungs- und Kommunikationsfrage mit direkter Relevanz für Marke, Arbeitgeberattraktivität und Wandel.
  6. einen klügeren Blick darauf entwickeln wollen, wie Storytelling, Leadership und Medienlogik zusammenwirken — und was das konkret für moderne Unternehmenskommunikation im DACH-Raum bedeutet.

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